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Auch etliche Jahre nach dem Mauerfall leiden noch viele Menschen unter den Folgen politischer Repression in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und DDR.
Dies steht im Spannungsfeld der Öffentlichkeit, die sich zunehmend weniger der Problematik belastender Vergangenheit anzunehmen vermag. Die leidvollen Erfahrungen scheinen entsprechend ihrem zeitlichen Abstand an Bedeutung zu verlieren.

Zum Hintergrund: In der Vergangenheit wurde immer wieder nach einer spezialisierten Beratung gefragt. Insbesondere die Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR verwiesen darauf, dass neben den Fragen nach Rehabilitierung häufig der Wunsch nach psychosozialer Aufarbeitung besteht. Der Deutsche Caritasverband hat dieses Anliegen aufgegriffen und zusammen mit dem Beauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland für Seelsorge und Beratung für Opfer der SED-Kirchenpolitik eine "Ausbildung in psycho-sozialer Beratung für den Umgang mit DDR-Unrecht" erarbeitet und durchgeführt.